Wenn Du Dich ähnlich gefühlt hast wie ich, als Du das erste Mal mit der Plattenspielernadel und allem, was dazu gehört, in Kontakt gekommen bist, dann kann ich nur sagen: “I know dat feel..”.

Wie jedes Thema könntest Du auch dieses die nächsten 1,5 Jahre beackern und würdest wahrscheinlich immer noch Dinge finden, die nicht sofort auf Anhieb Sinn ergeben zu scheinen.

Mit diesem etwas längeren Artikel möchte ich so ziemlich alles, was Du über das Thema Plattenspielernadel finden und lernen kannst, näher beleuchten.

Ich erarbeite gemeinsam mit Dir, auf welche Punkte es bei der richtigen Wahl der Nadel, dem Einbau und der Justage der Plattenspielernadel ankommt.

Damit kannst Du anschließend ein unbeschwertes Klangerlebnis Deines Drehers genießen.

Bevor ich mich noch weiter in Gesülze verzettele, steigen wir jetzt auch gleich mit dem ersten Punkt ein.

Gemeinsam mit dem Tonabnehmer ist die Nadel oder der Stylus dafür verantwortlich das Audiosignal der Schallplatte zu lesen.

Dies ist in den Rillen der Schallplatte kodiert.

Es wird durch die Nadel gelesen und anschließend in das umgewandelt, was am Ende rauskommen soll – Musik.

Fun Fact: Ein Plattenspieler besteht aus bis zu 240 präzise verbauten Einzelteilen, die zusammen wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren.

Wie Du bereits fünf Zeilen weiter oben gelesen hast, wird die Nadel beim Absenken des Tonarms in die Rillen der Schallplatte eingesetzt.

Die Rillen sind dabei nicht einfach geradlinig, sondern wellenförmig angeordnet.

Diese Anordnung stellt ein exaktes Abbild der Audiowellen der Musikquelle dar.

Diese Quelle kann beispielsweise ein analoges Mastertape oder eine qualitativ hochwertige digitale Quelle sein.

Aufbau des Tonabnehmers

Die Nadel befindet sich innerhalb der Cartridge, zusammen mit einigen anderen elektronischen Teilen: einer Spule, einem Magneten, und dem Nadelträger.

plattenspielernadel aufbau

Der Stylus selbst besteht meist aus einem Diamanten. Allerdings gibt es zwei unterschiedliche Formen.

Entweder ist das gesamte Bauteil aus dem Rohstoff gefertigt oder nur die Spitze, also der Teil, welcher letztlich auf der Schallplatte liegt.

Wie Du Dir sicherlich vorstellen kannst, ist die erste Variante die teurere, da diese eine geringere Masse hat und somit die Signalaufnahme genauer ist.

Beim Tonabnehmer selbst findest Du im Wesentlichen zwei verschiedene Architekturen, die wir uns in den kommenden Abschnitten anschauen.

Elektromagnetischer Wandler (Moving Magnet Tonabnehmer)

Dieser Tonabnehmer ist die am meisten verbreitete Art in Plattenspielern.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Herstellung deutlich einfacher und damit günstiger ist.

Im oberen Bild kannst Du den Aufbau eines solchen Wandlers sehen. Wie Du erkennst ist die Spule fest in dieser Architektur verbaut und unbeweglich.

Am Ende des Cantilever ist ein Magnet befestigt. Weiter unten erfährst Du, wie mit Hilfe dieser Konstruktion Musik erzeugt wird.

Der Nachteil an dieser Architektur ist die große Masse. Der Magnet übt in Relation zur Größe der Konstruktion sehr viel Kraft aus.

Dadurch ist die Plattenspielernadel träge in der Bewegung.

Gerade im hochfrequenten Bereich ist das oft deutlich durch sehr starke Verzerrungen hörbar.

In diesem Bereich liegen die Rillen nämlich ziemlich nah beieinander. Außerdem bestehen sie aus vielen Richtungswechseln, welche diese Konstruktion nicht genau ablesen kann.

Elektrodynamischer Wandler (Moving Coil Tonabnehmer)

Du ahnst es sicherlich schon: bei dieser Architektur bewegt sich nicht der Magnet, welcher am Cantilever befestigt ist.

Hier ist der Magnet fix und die Spule bewegt sich. Dies hat zur Folge, dass die Konstruktion um ein Vielfaches agiler ist.

Gerade im hochfrequenten Bereich und, wenn viele Instrumente zusammenspielen, erfolgt weniger Informationsverlust beim Abtasten der Platte.

Das resultiert in einem harmonischerem und teilweise vollmundigerem Klangbild.
Allerdings kommt diese Eigenschaft mit einem Preis.

MC – Tonabnehmer sind häufig um ein Vielfaches teurer. Außerdem ist es nicht möglich sie auszutauschen, falls sie abgenutzt sind.
Dies muss entweder ein Spezialist übernehmen oder die gesamte Headshell muss getauscht werden.

Funktionsweise des Tonabnehmers

Im diesem Abschnitt möchte ich Dir genau erläutern wie überhaupt ein Ton im Plattenspieler entsteht.

Tatsächlich gleicht das aufgrund der physikalischen Gegebenheiten eigentlich einem Wunder.

Dafür würde ich Dich gerne noch einmal zur Funktionsweise unseres Ohrs abhören.
Dies ist wichtig für die weiteren Betrachtungen.

Wie hören wir?

Mit unseren Ohren! Ist richtig, aber wie genau sieht der physikalische Vorgang aus? Musik und Töne im Allgemeinen breiten sich in Wellen aus.

Dabei wandern diese Wellen zu unseren Ohren und werden dort aufgenommen.

Das Ohr ist dabei in drei Teile untergliedert:

  1. das Außenohr nimmt Schallwellen auf und leitet sie an den Gehörgang weiter
  2. das Mittelohr wandelt Schallwellen in mechanische Druckwellen um,
  3. welche anschließend an die Flüssigkeit im Innenohr weitergeleitet werden.
  4. das Innenohr wandelt die Druckwellen in Audiosignale um, welche unser Gehirn decodieren kann.

Wandlung der Bewegungsenergie

Wenn die Plattenspielernadel durch die Rillen der Schallplatte fährt, entsteht eine Bewegung.

Diese wird über den Nadelträger in die Kartusche geleitet, in welcher sich ein Magnet befindet. 

Durch die Bewegung des Magneten entsteht durch elektromagnetische Induktion ein Stromfluss.

Der so entstandene Strom fließt dann über die im Tonarm befindlichen Kabel in den Verstärker.
Von dort aus wird das Signal weiter verarbeitet.

Wie Ihr auf dem Schaubild weiter unten sehen könnt, liegt die Schallplatte an der rechten und der linken Seite der Nadel an – genau diese Seiten symbolisieren auch, bei welchem Lautsprecher das Signal ankommt.

Im letzten Schritt der Signalverarbeitung fangen die Lamellen des Lautsprechers sich so zu bewegen, wie Strom bei ihnen ankommt.

Dadurch entstehen Schallwellen, welche dann von unseren Ohren aufgenommen werden und, wie weiter oben beschrieben, verarbeitet werden.

Plattenspieler Vorverstärker

Du weißt nun, wie der Plattenspieler Musik produziert.

Wenn Du neu in die Welt des Vinyls einsteigst, wirst Du vermutlich nicht gleich 10.000€ für Dein gesamtes Setup ausgeben.

Daher ist es bei Einsteigermodellen in der Regel so, dass Du sie nur anschließen musst und sofort Deine Musik genießen kannst.

Das kannst Du machen, weil in ihnen bereits ein Vorverstärker verbaut ist.

Dieser Stromfluss, von dem ich weiter oben gesprochen habe, ist nämlich in der Regel sehr gering. So gering, dass ein handelsüblicher Verstärker diesen nicht verarbeiten kann.

Auch, wenn Du den Lautstärkeregler über 9000 drehst, wirst Du Deinen Lautsprechern nur ein Rauschen entlocken können.

Hier kommt der Vorverstärker ins Spiel. Dabei übernimmt dieses Gerät zwei große Aufgaben:

  1. Verstärkung eines schwachen elektrischen Signals
  2. Reduktion von Rausch – und Interferenzeffekten

Spitzenformen

Würdest Du Dir die Plattenspielernadel unter einem Mikroskop oder einer Lupe anschauen, so würde Dir auffallen, dass diese verschiedene Formen haben kann.

Es gibt vier unterschiedliche Formen, welche maßgeblich darüber entscheiden, wie sich Deine Platte anhört.

Plattenspielernadel

Aufgrund der unterschiedlichen Auflagefläche auf der Platte wird das Audiosignal auf eine andere Art und Weise verarbeitet.

Was Du außerdem bedenken solltest ist, dass die Spitzen außerdem eine unterschiedliche Abnutzungsdauer haben.

Außerdem gibt es noch besondere Nadelschliffe, auf die ich jedoch noch in einem anderen Artikel eingehen werde.

sphärische Form

Mit sphärischen Spitzen wirst Du vermutlich am häufigsten in Kontakt kommen.

Ihr Aussehen erinnert an die Schreibspitze eines Kugelschreibers.

Wie Du Dir vorstellen kannst, erkennt diese Form aufgrund Ihres großen Radius nicht alle Unterschiede in der Rille, was dazu führt, dass gerade die hohen Frequenzen nicht ganz genau wiedergegeben werden.

elliptische Form

Die elliptische Form hat eine größere Auflagefläche als die sphärische.

Dies erlaubt ihr ein präziseres Tracking der Rillen und einen verbesserten Frequenzgang.

In der Regel ist der Verschleiß dieses Bauteils etwas höher als beim vorigen.

hyperelliptische Form

Dieser Typ ist teurer als die beiden vorigen Spitzen.

Hat aber den Vorteil, dass bei richtiger Einstellung eine noch größere Auflagefläche erreicht werden kann.

Somit erhältst bei dieser Form beste Performance in höheren Frequenzen und ein geringerer Plattenverschleiß.

Micro Ridge

Dies ist der Ferrari unter den Styli. Er ist aufgrund seiner aufwendigen Herstellung auch der teuerste der vier.

Die Krümmung der Spitze besitzt einen Radius von gerade einmal 2 Mikron, also 0,000002 Meter.

Diese Spitze kommt den Schneidespitzen, welche verwendet werden, um die Masterdiscs zu erstellen am nächsten.

Auswirkungen auf den Klang

Tatsächlich bestehen die heutige Plattenspielernadel überwiegend aus Diamant.

Wenn das Produkt hochwertig verarbeitet ist, kann der Plattenspieler gut und gerne 2000h mit einer Nadel betrieben werden.

Ein weiterer Werkstoff, der gerne verwendet wird, ist Saphir.

Allerdings ist dieser um einiges weicher als Diamant, sodass der Verschleiß dementsprechend viel schneller einsetzt, im schlimmsten Fall bereits nach ca. 20h Betriebszeit

Eine abgenutzte Spitze kann Deine Schallplatte massiv beschädigen.

Das liegt überwiegend daran, dass die abgenutzte Spitze irgendwann den Boden der der Rille berührt und somit das Vinyl langsam aber sicher abkratzt.

Achte also darauf, dass Du die Betriebsdauer Deiner Styli immer im Blick hast.

Plattenspieler einstellen

Vorab sei gesagt, dass Du diesen Vorgang auch hoch wissenschaftlich und mathematisch angehen könntest, wenn Du ihn wirklich richtig machen willst.

Da sich dieser Artikel jedoch an Anfänger und Audiophile richten soll, werde ich hier die etwas alltagstauglichere Variante darstellen.

Der Plattenspieler ist ein hochsensibles Gerät, in dem in jedem Moment sehr feine und teilweise mikroskopische Vorgänge ablaufen.

Daher ist es essenziell wichtig, dass vor der Benutzung eine ordnungsgemäße Einstellung aller an der Musikerzeugung beteiligten Teile erfolgt.

Der richtige Ort für Deinen Plattenspieler

Starte nicht gleich mit der Einstellung des Tonabnehmers.

Der erste Schritt sollte die Überprüfung des Plattenspielers sein. Dieser muss auf einer gerade Oberfläche stehen.

Dies ist Voraussetzung dafür, dass die Auflagekraft der Nadel an jeder Stelle der Platte gleich ist und sich nicht mit der Positionsänderung des Tonarms ändert.

Der geeignete Untergrund

Am besten kaufst Du Dir für Deinen Plattenspieler ein Hifi – Regal oder einen extra Beistelltisch, sodass die Stabilität des Geräts gewährleistet ist.

Ein Freund von mir hat sich beispielsweise eine ziemlich coole Konstruktion aus IKEA Regalen und einer Eichenholzplatte gebaut und diese in perfekte Waage gebracht.

plattenspieler tisch

Ausrichtung des Sockels

Stelle den Tonarm fest, sodass er nicht hin – und herschwenken kann, während Du die Ausrichtung vornimmst.

Für diesen Schritt benötigst Du eine kleine Wasserwaage, die Du nun auf alle Bereich des Plattentellers legst und schaust, ob alle Bereiche in Waage sind.

Sollte das nicht der Fall sein, kannst Du die Füße des Plattenspielers in der Höhe verstellen.

Falls Dein Plattenspieler keine höhenverstellbaren Füße besitzt, kannst Du ebenfalls manuell die Höhe verstellen.

Nutze dazu jedoch Material, was nicht nach einer gewissen Zeit nachgibt. Gut wäre hier zum Beispiel Kork, da es zusätzlich noch dämpfende Eigenschaften besitzt.

Als andere Möglichkeit kannst Du auch verstellbare Füße dazu kaufen.

Ausrichtung des Tonarms

Sobald Du Deinen Plattenspieler ausgerichtet hast, geht es darum den Tonarm auszurichten.

Dieser soll ja zu jeder Sekunde mit Hilfe der Nadel das Audiosignal störfrei an Deine Boxen senden, damit ein wunderbarer Klang entsteht.

Nachdem Du die korrekte Auflagekraft eingestellt hast, ist es außerdem wichtig, dass der Tonarm in perfekter Waage zur Schallplatte liegt.

Wie Du das realisierst, kannst Du Dir im Video weiter unten anschauen.

Auflagekraft (Vertical Tracking Force)

Es ist unter anderem die Auflagekraft des Tonarms, die darüber entscheidet, wie gut sich die Musik anhört.

Wählst Du sie zu gering, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass aufgrund von Skating – Effekten Verzerrungen entstehen.

Doch nicht nur das, in beiden Fällen entstehen auch stärkere Abnutzungen der Vinylplatte und der Plattenspielernadel.

Achte also immer darauf, dass Du die VTF entsprechend der Herstellerangaben auf dem Tonabnehmer einstellst. 

Wie stellst Du also die Auflagekraft ein? Dafür möchte ich Dir gerne eine Schritt für Schritt Anleitung an die Hand geben.

  1. Stelle sicher, dass Du den Schutz von der Plattenspieler Nadel entfernst
  2. Löse den Tonarm aus der Halterung (je nach Modell durch Hebel oder normale Halterung fixiert)
  3. Stelle die Anti-Skating Schraube (falls vorhanden) auf 0.
  4. Schaue in der Betriebsanleitung oder im Internet nach, welche Auflagekraft für Deinen Tonabnehmer die richtige ist
  5. Stelle den Gewichtregler auf die passende Grammzahl
    Überprüfe das Gewicht mittels Tonarmwaage*

Anti - Skating der Plattenspielernadel

Nachdem Du die Auflagekraft des Tonarms ordnungsgemäß eingestellt hast, musst Du Dir im zweiten Schritt darüber Gedanken machen, wie Du das Anti – Skating einstellst.

Dieser Begriff beschreibt die Eigenschaft der Nadel zur Mitte der Platten rutschen zu wollen.

Der Grund dafür sind die physikalischen Gegebenheiten, die den Aufbau des Plattenspielers und die Anordnung der einzelnen Elemente betreffen.

Auf der folgenden Grafik siehst Du die vereinfachte Geometrie des Plattenspielerarms.

tonarm geometrie Plattenspielernadel

Wie Du sehen kannst, sind die Tangente der Vinylrille und des Tonarms nicht komplett parallel.

Dadurch hat die Kraft, welche während des Drehens durch die Platte auf den Tonabnehmer ausgeübt wird, den Effekt, dass der Tonarm sich Richtung Mitte der Schallplatte bewegt.

Das hat Verzerrungen des Sounds zur Folge.

Um diesem Umstand entgegen zu wirken, kannst Du bei einigen Plattenspielern ein Gegengewicht einstellen, damit dieser Skating Effekt ausgeglichen wird.

Dieses wählst Du in der Regel ähnlich der Auflagekraft. Solltest Du also eine Auflagekraft von 1,5g eingestellt haben, entspricht die Anti – Skating derselben Einstellung.

Einsetzen der Plattenspielernadel

In diesem Video erfährst Du Schritt für Schritt, wie du Deine Plattenspielernadel und den Tonarm ordnungsgemäß einstellst.

Außerdem siehst Du eine kleine Auswahl an Geräten und DIY-Lösungen, die zusätzlich nutzen kannst.

Dadurch kannst Du Dir teilweise die Arbeit echt erleichtern.

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Der richtige Winkel - Geometrie der Plattenspielernadel

Ein weiterer essenzieller Schritt hin zu einem kompromisslosen Klangerlebnis ist die ordnungsgemäße Einstellung der Plattenspieler Nadel.

Den Winkel zwischen der Vinyl Platte und der Nadel nennt man auch Azimut.

azimuth Plattenspielernadel

Ich kann gar nicht deutlich genug machen, dass dieser Winkel (nahezu) exakt 90° betragen muss.

Andernfalls handelst Du Dir einige Probleme ein. Beispielsweise wird das Audiosignal ungleichmäßig abgelesen, wodurch Du Kompromisse beim Klang eingehen musst.

azimuth fehleinstellung Plattenspielernadel

Außerdem erfolgt eine ungleichmäßige Abnutzung sowohl der Platte als auch der Plattenspieler Nadel.
Du kannst den Plattenspieler manuell einstellen oder viele verschiedene Tools zur Hilfe nehmen.

Diese können aber unter Umständen ein ziemlich teuer sein. Und wenn Du gerade erst anfängst mit dem Platten hören, ist die kostenlose Variante vermutlich erstmal die bessere.

Tatsächlich handelt es sich bei diesem Problem um ein mathematisches Optimierungsproblem. Dieses wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Mathematikern gelöst und publiziert.

Die bekanntesten Vertreter sind der Physiker Schön und die Mathematiker Baerwald, Loefgren, Stevenson.

Die Schablone

Es gibt also verschiedene Lösungsansätze für die Einstellung des Winkels.

Eventuell fragst Du Dich jetzt, was Du mit dieser Information anfangen sollst.

Bei einem qualitativ hochwertigen Plattenspieler kannst Du die Headshell verstellen, um so selbst Einstellungen bezüglich des Auflagewinkels und des Nadelüberhangs vorzunehmen.

“Toll, bin ich immer noch nicht schlauer.” – könnte der kleine Mann in Deinem Kopf rufen.

Für alle weiteren Schritte benötigst Du nur zwei Dinge

  1. die Schablone, welche Du hier* kaufen kannst
  2. Jede.Menge.Augenmaß.

Mit Hilfe des folgenden Videos siehst Du, wie Du Schritt für Schritt die Einstellung vornimmst.

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Plattenspielernadel reinigen

Auch, wenn Du den Tonarm und die Headshell perfekt eingestellt hast, kann es vorkommen, dass der Sound nicht der beste ist.

Das ist besonders dann der Fall, wenn Du den Plattenspieler häufig nutzt. In diesem Fall sammelt sich allerlei Schmutz an der Plattenspieler Nadel an.

Dirty Turntable Stylus

Das können beispielsweise Staub oder aber auch Vinylreste sein. Um so wichtiger ist die ordnungsgemäße Pflege der Nadel.

Aber auch die Schallplatte selbst solltest Du in regelmäßigen Abständen (vor jedem Gebrauch) richtig reinigen.

Um die Plattenspielernadel zu reinigen, kannst Du auf mehrere Alternativen zurückgreifen.

Carbonfaserbürste

Diese Lösung bietet sich sowohl für die Platte als auch für die Spitze an.

Mit dieser Bürste kannst Du die Spitze vor jedem Abspielen Deiner Lieblinge reinigen.

Hebe den Tonarm dazu aus seiner Ablage.

Dadurch kann er bei Druck von unten ein wenig nachgeben.

Setze die Carbonfaserbürste an der Nadel an und ziehe sie in der gleichen Richtung über die Nadel, wie diese über die Platte läuft.

Bild einfügen: Wischrichtung der Bürste deutlich machen.

Schrubbe niemals zu stark und auch nicht kreuz und quer, wie Du das beim Bodenwischen machen würdest.

Im schlimmsten Fall verbiegt sich die Nadel oder bricht ab und Du musst sie ersetzen.

Vielleicht fällt Dir auch gar nicht auf, dass Du die Nadel beschädigt hast und Du spielst danach trotzdem Deine Platten ab.

Dann ist nicht nur die Nadel unbrauchbar, sondern sie reißt im schlimmsten Fall auch noch einige Deiner Platten mit in den Tod.

Reinigungsflüssigkeit und Reinigungsgel

Diese Flüssigkeit gibt es meist in kleinen Fläschchen, ähnlich einer Tinktur zu kaufen. In der Verschlusskappe befindet sich ein integrierter Pinsel.

Mit diesem kannst Du die Plattenspielernadel ähnlich wie mit der Bürste von Schmutzpartikeln befreien.

Pass’ hierbei unbedingt auf, dass der Pinsel nicht zu feucht oder Du andere Stellen als die Nadel triffst.

Eine weitere Möglichkeit stellt die Reinigung mittels eines Gels dar.

Hierbei wird die Nadel ein paar Mal direkt in das Geld getaucht. Aufgrund der strukturellen Beschaffenheit des Mittels bleiben Rückstände von Schallplatten oder Staubpartikel im Gel haften.

Bei beiden Varianten hat Audio Technica, ein Hersteller, der schon mehrere Jahrzente am Markt ist, im Sortiment.

Kategorien: Tonabnehmer

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